Martin Preisendanz greift in seinem Beitrag vom 28. Januar [2009] die Frage von Shift Happens auf: An wen wurden die 2,7 Milliarden Suchanfragen monatlich gestellt, bevor es Google gab?
There were more than 2.7 billion searches performed on google this month. To whom were these questions directed B.G.? — via: Martin Preisendanz
Natürlich habe ich die Frage gesehen, und ich habe mir Gedanken dazu gemacht. Mein Ergebnis?
Ich bin der Auffassung, dass die Frage den Punkt nicht ganz trifft: Früher hat man vieles selber herauszufinden versucht. Oder hat andere Menschen — speziell Familienmitglieder und Freunde — gefragt. Heute wird man häufig gleich an Google verwiesen (und bekommt keine andere Antwort).
Insofern ist der implizite rhethorische Inhalt der Frage nicht ganz richtig: Früher wurden die Fragen nicht nicht gestellt, sondern nicht an Suchmaschinen, sondern von Mensch zu Mensch. Häufig im kleinen Kreis, maximal wenige Freundeskreisgrade (↑Small-World-Effekt) weit; selten darüber hinaus, etwa via Lesen in Fachmagazinen oder tatsächliches Recherchieren, etwa in Bibliotheken.
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o Shift Happens hatte ich bereits in einem früheren Beitrag behandelt; andere Artikel meines Blogs geben zusätzliche Sichten auf das Thema, auch mit weiteren Videos.
o Aktuell sind übrigens 31 Mrd. Suchanfragen monatlich (Stand: 2008), also etwa eine Milliarde täglich
erstmal ist mir in meinem Text ein kleiner, aber entscheidender Fehler passiert: es muss 2,7 billion searches und nicht 2,7 million searches heißen.
Ich gebe dir recht, dass viele der Fragen früher nicht nicht gestellt wurden. Obgleich das Wissen gegenüber den letzten Jahren zugenommen hat und deshalb auch mehr Fragen entstehen.
Mich hat diese Frage zum Nachdenken angeregt. Insofern fand ich sie gut.
Hi Martin,
Danke, dass Du Bescheid sagst — ich habe dann auch gleich mein Zitat Deines Zitates korrigiert.
Ja, die Frage ist absolut gut. Sie — nun, sie sitzt. Wenn man die gestellt bekommt, fängt man an, drüber nachzudenken. — Vielleicht zählt die Antwort „an andere Menschen“ zu denen, an die der Fragesteller dachte.
Aber auf jeden Fall hat sie zum Nachdenken angeregt. Vielleicht hilft genau diese Frage auch, dass die Netzkultur mehr Einfluss in die Alltagskultur findet…
Schönen Dank für Deinen Kommentar hier im Blog!