Die Frage „Willst Du bleiben, was du bist?“ trat eigentlich nicht auf; und die Antwort „Ich will gar nichts werden, ich will ich bleiben. — Wieso sollte ich jemand, etwas anderes werden…?“ galt als geradezu obszöner Tabubruch.
Die Frage und die darin verborgene Einstellung//Haltung berücksichtigt eines nicht, scheint es insgesamt auszublenden, als existierte es schlicht nicht: Selbständige haben auch ein Einkommen, leben auch. Freischaffende (Freelancer) und auch Künstler haben Einkommen und leben irgendwovon. Das Einkommen gestaltet sich lediglich etwas anders, und es gibt nicht nur einen Strom des Einkommens, sondern mehrere Quellen, und viele davon versiegen rasch wieder: Die Aufgabe ist erfüllt, der Auftraggeber zufrieden, und der Auftragnehmer muss sich einen neuen Auftrag suchen.
In der Schule wird wurde darauf zu meiner Zeit nicht vorbereitet.
… Und die Anzahl der Arbeitslosen wächst ins Unfassbare. …
Ich denke das: Solange die Schule Arbeitslosigkeit nicht anerkennt und ihre die durch sie ausgeübte Erziehung auch darauf ausrichtet, alle ihre Schüler aufs Leben vorzubereiten, wird es ein Problem Arbeitslosigkeit überhaupt geben: Solange implizit ein — der — Glaube transportiert wird, alle Menschen hätten abhängig beschäftigt zu sein (– bis auf die da, die Popstars sind; aber das betrifft uns Brave ja nicht –), werden jene, die in das System, abhängig beschäftigt zu sein, nicht passen, keine Alternativen entdecken..haben und daher schlicht arbeitslos werden.
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